{"id":1026,"date":"2021-01-03T12:12:35","date_gmt":"2021-01-03T12:12:35","guid":{"rendered":"http:\/\/museovt.com\/?page_id=1026"},"modified":"2021-04-16T07:36:13","modified_gmt":"2021-04-16T07:36:13","slug":"qr-4","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/museovt.com\/de\/qr-4\/","title":{"rendered":"4.- GEISELN"},"content":{"rendered":"<div class=\"one withsmallpadding ppb_text\" style=\"padding:30px\">\n<h5 id=\"bajar\"><\/h5>\n<\/div>\n<div class=\"one withsmallpadding ppb_text\" style=\"padding:30px 0 30px 0\">\n<div class=\"standard_wrapper\">\n<div class=\"page_content_wrapper\">\n<div class=\"inner\">\n<div style=\"margin:auto;width:100%\">\n<h2 style=\"color: #999999;text-align: center\"><span style=\"color: #ffffff\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-759 \" src=\"https:\/\/museovt.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/4.svg\" alt=\"\" width=\"50\" \/><br \/>\nGEISELN<\/span><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"one withsmallpadding ppb_text\" style=\"padding:30px 0 30px 0\">\n<div class=\"standard_wrapper\">\n<div class=\"page_content_wrapper\">\n<div class=\"inner\">\n<div style=\"margin:auto;width:100%\">\n<h5 style=\"text-align: center\"><i class=\"fa fa-headphones fa-3x\" aria-hidden=\"true\"><\/i><br \/>\n<em>Bitte verwenden Sie innerhalb des Museums nicht die Lautsprecherfunktion.<\/em><\/h5>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"one withsmallpadding ppb_text\" style=\"padding:30px 0 30px 0\">\n<div class=\"standard_wrapper\">\n<div class=\"page_content_wrapper\">\n<div class=\"inner\">\n<div style=\"margin:auto;width:100%\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1026-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%\" controls=\"controls\"><a href=\"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/03\/4de.mp3\">https:\/\/museovt.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/03\/4de.mp3<\/a><\/audio>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"one withsmallpadding ppb_text\" style=\"padding:30px 0 30px 0\">\n<div class=\"standard_wrapper\">\n<div class=\"page_content_wrapper\">\n<div class=\"inner\">\n<div style=\"margin:auto;width:100%\">\n<h6 style=\"text-align: right\"><a class=\"btn btn-default btn-sm\" href=\"https:\/\/museovt.com\/de\/qr-5\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2398\" src=\"https:\/\/museovt.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/flechaQr.svg\" alt=\"\" width=\"55\" height=\"36\" \/><\/a><\/h6>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"one withsmallpadding ppb_text\" style=\"padding:30px 0 30px 0\">\n<div class=\"standard_wrapper\">\n<div class=\"page_content_wrapper\">\n<div class=\"inner\">\n<div style=\"margin:auto;width:100%\">\n<h6 style=\"text-align: right\"><a class=\"btn btn-default btn-sm\" href=\"https:\/\/museovt.com\/de\/qr-5\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2398\" src=\"https:\/\/museovt.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/flechaQr.svg\" alt=\"\" width=\"55\" height=\"36\" \/><\/a><\/h6>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"one withsmallpadding ppb_text\" style=\"padding:30px 0 30px 0\">\n<div class=\"standard_wrapper\">\n<div class=\"page_content_wrapper\">\n<div class=\"inner\">\n<div style=\"margin:auto;width:100%\">\n<p style=\"text-align: justify\"><i class=\"fa fa-deaf fa-4x\" aria-hidden=\"true\"><\/i>Das Umfeld von ETA arbeitete darauf hin, die Familien unter Druck zu setzen, die Opfer zu diskreditieren und zu vermeiden, dass die Gesellschaft sich mobilisiert. Nur so erreichten sie ihre Forderungen, sei es Geld oder politische Zugest\u00e4ndnisse. Ein Beweis daf\u00fcr ist der Aufkleber mit der Aufschrift \u201e<em>Aldaya, pasta ya<\/em>\u201d (\u201eAldaya, gib die Kohle her\u201c), der sich auf Jos\u00e9 Mar\u00eda Aldaya bezieht, ein Unternehmer, der \u00fcber 300 Tage als Geisel gehalten wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/museovt.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/4-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2357 size-full\" src=\"https:\/\/museovt.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/4-1.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch diese Einsch\u00fcchterung konnte die enorme Arbeit der pazifistischen Bewegung zu Gunsten der Freiheit der Geiseln nicht verbergen. Gruppen wie <em>Gesto por la Paz<\/em> oder <em>Denon Artean <\/em>riefen zu Demonstrationen und Initiativen anderer Art auf. Zum Beispiel der Verteilung von Kalendern, die die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Tage aufkl\u00e4ren sollten, w\u00e4hrend denen die Entf\u00fchrten schon von ihren Familien und ihrem Zuhause entfernt waren. Aufgrund seiner Transzendenz verdient das Symbol der blauen Schleife eine besondere Erkl\u00e4rung. Diese erhalten wir von Julio Iglesias Zamora, einem von ETA entf\u00fchrte Ingenieure.<\/p>\n<p><strong>Julio Iglesias Zamora. Die blaue Schleife und der Brief aus dem Versteck<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>\u201eWir Basken, oder zumindest die Mehrheit von uns, sollten uns f\u00fcr unser Schweigen und unser Wegsehen angesichts so vieler Grausamkeiten und daf\u00fcr, dass wir sie nicht nachdr\u00fccklich verurteilten, sch\u00e4men. Wir haben es vers\u00e4umt, die grundlegendsten ethischen Grunds\u00e4tze des Zusammenlebens zu verteidigen. Wir haben nicht alles getan, was wir h\u00e4tten tun k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Es kann nicht sein, dass es mehrere Erz\u00e4hlungen der begangenen Grausamkeiten gibt, und die Geschichten wie eine Abfolge von einvernehmlichen, zugelassenen oder tolerierbaren L\u00fcgen erz\u00e4hlt werden. Es gibt kein berechtigtes Zukunftsprojekt ohne eine wahrheitsgem\u00e4\u00dfe Erinnerung.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Die Opfer sind f\u00fcr absolut nichts schuldig, obwohl sie von verschiedenen Seiten aus erneut verurteilt und vollstreckt werden, unter Verwendung der Aussage: \u201eIrgendetwas werden sie getan haben\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Wenn sie gen\u00fcgend Mut und Selbstkritik aufweisen, sollten einige B\u00fcrger dieses Landes sich fragen, was uns die kriminelle Gewalt nach mehr als 35 Jahren gebracht hat?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Besondere Anerkennung f\u00fcr Gesto por la Paz. Die baskische Gesellschaft steht f\u00fcr immer in der Schuld von Gesto. Insbesondere die, die wir in den schwierigsten Zeiten direkt von Gesto unterst\u00fctzt wurden. Keine Worte reichen aus, um ihnen f\u00fcr ihre kolossale Arbeit zu danken. Gesto hatte den Mut, die Standhaftigkeit, die Entschlossenheit und die W\u00fcrde, um sich mit Stille und mit Worten dem Totalitarismus entgegen zu setzen, mit friedlichen Konzentrationen und mit Symbolen wie der blauen Schleife.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Was soll ich \u00fcber die blaue Schleife sagen! Ich war der erste Beg\u00fcnstigte. Tausende von Menschen trugen sie zum ersten Mal w\u00e4hrend meiner Entf\u00fchrung f\u00fcr vier lange Monate. Die blaue Schleife markierte ein Umdenken der Gesellschaft gegen\u00fcber der Intoleranz, des Fanatismus und der kriminellen Gewalt. Mit diesem einfachen Symbol wurde die Revolution der blauen Schleife geboren, ein Symbol, das in die Geschichte einging, ein Symbol des Friedens und der Verteidigung der Menschenrechte.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Die Mitglieder von Gesto waren die anonymen Helden, die dieses Land gro\u00dfartig machten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Jedwede Entf\u00fchrung ist ungerecht, gesetzwidrig, und vor allem unmenschlich. Eine Folter in jeder Hinsicht. Ich empfehle, das Innere des Verstecks zu besuchen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>W\u00e4hrend meiner 117 Tage langen Entf\u00fchrung schrieb ich meiner Frau und meiner Firma nahezu jede Woche Briefe. Sie erreichten nie ihr Ziel und ich habe von manchem, wie dem, der hier ausgestellt wird, erst 27 Jahre sp\u00e4ter erfahren. In Anlehnung an Gustavo Adolfo B\u00e9cquers \u201eBriefe aus meiner Zelle\u201c nannte ich diese Schreiben \u201eBriefe aus meinem Sarg\u201c. Es war mein Weg, mit der Au\u00dfenwelt in Verbindung zu bleiben und die Hoffnung auf eine Zukunft in Freiheit zu bewahren\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">ETA war nicht die einzige terroristische Organisation in Spanien, die auf Entf\u00fchrungen zur\u00fcckgegriffen hat. Mar\u00eda Cord\u00f3n, Tochter des Unternehmers Publio Cord\u00f3n, der von GRAPO verschleppt und verschwinden gelassen wurde, pr\u00e4sentiert zwei Ausstellungsst\u00fccke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Mar\u00eda Cord\u00f3n. Brief und T\u00fcrpfosten des Verstecks von Publio Cord\u00f3n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>\u201eMein Vater schrieb w\u00e4hrend seiner Entf\u00fchrung mehrere Briefe. Tats\u00e4chlich hatte er gro\u00dfe Freude am Schreiben. Einen der Briefe schrieb er an seine Mutter, meine Gro\u00dfmutter Benita. Und naja, es ist ein liebenswerter Brief, in dem er im Grunde versucht, seine Mutter, meine Gro\u00dfmutter, aufzuheitern, ihr zu versichern, dass er bald frei sein wird, dass es ihm gut geht, dass er sie innig liebt. Er erinnert sich an manche Dinge. Ein Brief, in dem er versucht, motiviert zu wirken, und den Anschein zu erwecken, dass er stark ist und es ihm gut geht. Ich sch\u00e4tze, dass es ihn da, in seinem&#8230; seinem furchtbaren Loch, gro\u00dfe M\u00fche gekostet hat, seine Mutter und uns alle zu beruhigen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Er schickte mehrere Briefe an meine Mutter, und auch uns T\u00f6chtern, seinen Freunden&#8230; Sie lie\u00dfen ihn ziemlich viel schreiben. Nat\u00fcrlich lasen sie die Briefe hinterher durch und strichen die Abs\u00e4tze, die nicht in ihrem Interesse waren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Und der T\u00fcrpfosten, an dem er jeden Tag mit einem Strich markierte, jeden Tag ein Strich&#8230; Und am Ende&#8230; Tja, da&#8230; Der letzte Strich, am 16. Tag, da ist nicht mehr&#8230; Da konnte er keinen weiteren Tag mehr hinzuf\u00fcgen, da konnte er nichts mehr markieren. Sicherlich haben sie ihn an diesem Tag umgebracht\u201c.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GEISELN Bitte verwenden Sie innerhalb des Museums nicht die Lautsprecherfunktion. https:\/\/museovt.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/03\/4de.mp3 Das Umfeld von ETA arbeitete darauf hin, die Familien unter Druck zu setzen, die Opfer zu diskreditieren und zu vermeiden, dass die Gesellschaft sich mobilisiert. Nur so erreichten sie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"inline_featured_image":false,"_trash_the_other_posts":false,"editor_notices":[],"footnotes":""},"class_list":["post-1026","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1026","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1026"}],"version-history":[{"count":82,"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1026\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3049,"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1026\/revisions\/3049"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/museovt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1026"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}